Radon im Bodengas

SARADs Applikationsschrift AN-005 beschreibt die einfache und schnelle Bestimmung der Aktivitätskonzentration von Radon im Bodengas mit Hilfe eines Radonmonitors RTM1688-2 oder RTM2200 und einer Packersonde.

Physikalische und geophysikalische Grundlagen

Die Bestimmung der Radonaktivitätskonzentration im Bodengas erfolgt durch kontinuierliche oder getaktete Probenahme der Bodenluft über eine in den Boden eingebrachte und gegenüber der Außenluft abgedichtete Packersonde.

Die kontinuierliche Probenahme wird über die interne Pumpe des benutzten Radonmonitors realisiert. Bei einer getakteten Probenahme geht es in der Regel darum, wohldefinierte Gasvolumina zu untersuchen. Dies erfolgt üblicherweise über eine externe Handpumpe, was die Gefahr, dass Bodenwasser anstelle von Gas in den Monitor gelangt, erheblich senkt.

Die Radonaktivitätskonzentration C [Bq/m³] im Bodengas bezeichnet das Verhältnis der (Radon-)Aktivität A [Bq] bezogen auf ein Gasvolumen. Die Maßeinheit Bq/m³ liest sich „Becquerel je Kubikmeter“, wobei 1 Bq bedeutet, dass 1 radioaktiver Zerfall (hier bezüglich des radioaktiven Edelgases Radon-222) je Sekunde erfolgt. Die Radonaktivitätskonzentration im Bodengas bewegt sich in Abhängigkeit vom Standort (ca. 1 m Tiefe) zwischen etwa 1.000 und mehr als 1.000.000 Bq/m³. Sie kann am gleichen Messpunkt merklich schwanken, insbesondere in Abhängigkeit von Parametern wie Temperatur, Luftdruck, Niederschlägen, Mondphasen (Gezeiten der Erdkruste). Sie beeinflussen u. a. die Geschwindigkeit der Bodengasbewegungen. 

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